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Glossar zum Thema Gleichstellung

Deutsches Bundesgesetz, das Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder aufgrund der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern und beseitigen soll. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz räumt den durch das Gesetz geschützten Personen Rechtsansprüche gegenüber Arbeitgebenden der Privatwirtschaft und der öffentlichen Verwaltungen ein, sofern diese ihnen gegenüber gegen das gesetzliche Diskriminierungsverbot verstoßen.
Ein Konzept der Unternehmensführung, das darauf abzielt, die Diskriminierung von Mitarbeitenden (aufgrund von Geschlecht, Herkunft, Alter, Religion, Lebensweise usw.) zu verhindern und die Chancengleichheit zu verbessern. Entstanden ist Diversity Management in den 1960er Jahren in den USA. Das Konzept betrachtet die Vielfalt und Heterogenität der Beschäftigten in Unternehmen und Organisationen als Potenzial und unternehmerischen Erfolgsfaktor und ist für multinational und global tätige Unternehmen praktisch unerlässlich. Diversity Management versucht, gezielt und bewusst eine Vielfalt an Denkweisen und Problembearbeitungsstilen, Wahrnehmungen, Werten und Lebensweisen aufzugreifen und produktiv zu integrieren. Neben einer auf Diversität ausgerichteten Personalselektion sind qualifikationsorientierte Maßnahmen unerlässlich: bewusstseinsbildende Anstrengungen (Awareness-Training) und die Herausbildung entsprechender Fertigkeiten und Fähigkeiten (Kommunikations- und Konflikttraining). Diese Maßnahmen sind insbesondere für Führungskräfte angezeigt, denn es kann nicht davon ausgegangen werden, dass eine generelle Bereitschaft besteht, Diversität zu unterstützen. Besonders Erfolg versprechend sind Mentoring-Programme im Rahmen von Diversity Management.
Als Gender Gap gelten systematisch beobachtbare gesellschaftliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Dazu gehören z.B. Unterschiede in der Vertretung von Männern und Frauen innerhalb eines Berufes oder eines Ausbildungsganges. Als Gender Pay Gap (auch: Gender Wage Gap) wird die geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede bei vergleichbarer Tätigkeit bezeichnet. Als Hauptgründe für die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern werden die unterschiedliche Berufswahl sowie die geschlechtsspezifische Arbeitsmarktsegregation angesehen. Das World Economic Forum (WEF) veröffentlicht einen Global Gender Gap Report. Darin wird der Stand der Gleichstellung der Geschlechter in 115 Nationen analysiert und verglichen.
Als Gender Gap gelten systematisch beobachtbare gesellschaftliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Dazu gehören z.B. Unterschiede in der Vertretung von Männern und Frauen innerhalb eines Berufes oder eines Ausbildungsganges. Als Gender Pay Gap (auch: Gender Wage Gap) wird die geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede bei vergleichbarer Tätigkeit bezeichnet. Als Hauptgründe für die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern werden die unterschiedliche Berufswahl sowie die geschlechtsspezifische Arbeitsmarktsegregation angesehen. Das World Economic Forum (WEF) veröffentlicht einen Global Gender Gap Report. Darin wird der Stand der Gleichstellung der Geschlechter in 115 Nationen analysiert und verglichen.

 

  • Wollen: Die Person zeigt Bereitschaft und Wille, auf das Ziel Gleichstellung hinzuarbeiten.

  • Wissen: Die Person weiß über die Lebensbedingungen von Frauen und Männern und deren Ursachen sowie über die Wirkung von Geschlechternormen Bescheid und kann dieses Wissen mit ihrem Fachwissen verknüpfen.

  • Können: Die Person kann Methoden und Instrumente anwenden, um Genderaspekte zu identifizieren und die Arbeit gleichstellungsorientiert zu gestalten.

Eine international anerkannte Strategie zur Verwirklichung der Gleichstellung von Frau und Mann, die 1985 an der UN-Weltfrauenkonferenz erstmals vorgestellt und 1997 für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union verbindlich festgeschrieben wurde. Gender Mainstreaming unterstützt Unternehmen darin, Gleichstellung auf allen Ebenen und in allen (Personal-)Prozessen langfristig, nachhaltig und umfassend zu verankern. Dabei werden die unterschiedlichen Lebenslagen und Bedürfnisse von Frauen und Männern bei allen Planungen und Entscheidungen berücksichtigt. Gender Mainstreaming entspricht einer Grundhaltung, die sich in den strategischen personalbezogenen Management-Entscheidungen zeigt; die Realisierung und das systematische Gleichstellungs-Controlling zur Überprüfung der Wirkung ist Aufgabe des Human Ressource Management. Zu den wichtigsten Instrumenten, die im Zuge von Gender Mainstreaming zum Einsatz kommen, gehören Zielvereinbarungen für Vorgesetzte aller Stufen, Maßnahmen der Personalentwicklung und Mentoring-Programme.

Geschlechtersensible Sprache bedeutet Formulierungen so einzusetzen, dass alle Geschlechter wertschätzend angesprochen werden und die Gleichstellung der Geschlechter durch den Sprachgebrauch vermittelt wird. Dies kann durch die Verwendung geschlechtsspezifischer Formulierungen, also das Sichtbarmachen beider Geschlechter oder die Verwendung geschlechtsneutraler Formulierungen realisiert werden.

(Quelle: Gleichstellungsbeauftragte an der Universität zu Köln: Leitfaden der Gleichstellungsbeauftragten zur geschlechtersensiblen und inklusiven Sprache Letzter Zugriff: 04.05.2016)

Weiter Informationen finden Sie in unserem „Kodex geschlechtergerechte Sprache“

Gleichstellung zielt darauf ab, dass alle Mitglieder einer Gesellschaft ihre persönlichen Fähigkeiten frei entwickeln und entfalten können und den gleichen Zugang zu Ressourcen haben, ohne durch geschlechtsspezifische oder sonstige diskriminierende Rollenmuster eingeschränkt zu werden. Gleichstellung von Frauen und Männern bedeutet, dass die unterschiedlichen Verhaltensweisen, die unterschiedlichen Ziele und die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männer in der gleichen Weise berücksichtigt, anerkannt und gefördert werden. In den letzten Jahren wird häufig von Chancengleichheit anstatt von Gleichstellung gesprochen. Eine Gleichstellungsbeauftragte (auch: Frauenbeauftragte/r, Frauenbüro, Gleichstellungsamt, Gleichstellungsstelle) ist eine Person oder eine Institution innerhalb einer Behörde, einer Gemeinde oder eines Unternehmens, die sich mit der Förderung und Durchsetzung der Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen und Männern befasst (interne Aufgaben). In Städten, Gemeinden und Kreisverwaltungen wird die/der Gleichstellungsbeauftragte auch für die Bürgerinnen und Bürger tätig (externe Aufgaben). Die/der interne Gleichstellungsbeauftragte thematisiert sowohl Bevorzugungen als auch Benachteiligungen im Alltag des Unternehmens, die im Zusammenhang mit der Geschlechtszugehörigkeit stehen. Zudem arbeitet sie/er – gemeinsam mit der Unternehmensleitung, der Arbeitnehmervertretung und allen Beschäftigten – an Verbesserungsmöglichkeiten. Typische Einsatzbereiche in Unternehmen sind: Lohngleichheit, Beförderungsquoten oder gendersensibler Umgang mit Sprache.
Die Kultur eines Unternehmens umfasst die gemeinsamen Überzeugungen, Einstellungen, Werte und Normen, die in ihrem Kern von den meisten Mitgliedern des Unternehmens getragen werden. Auch wenn die individuellen Überzeugungen oft sehr heterogen sind, sind sich die meisten Mitglieder eines Unternehmens relativ einig über eine Kernmenge von Annahmen, warum das Unternehmen existiert und warum es so handelt, wie es handelt. Um sinnvoll handeln zu können und auch in unvorhergesehenen Situationen handlungsfähig zu bleiben, benötigen Mitarbeitende Wissen, weshalb sie etwas tun. Sie benötigen also einen gemeinsamen Sinnhorizont, der sie verbindet und ihnen die Gewissheit vermittelt, in diesem Unternehmen mit ihren Aktivitäten etwas Sinnvolles zu tun. Dieser gemeinsame Sinnhorizont wird insbesondere durch die Kultur einer Arbeitsorganisation verkörpert.