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Preisverleihung Gütesiegel „Chancengleichheit im Handwerk“

Am 09.11.2017 wurden erstmalig kleine Berliner Handwerksbetriebe mit dem Gütesiegel „Chancengleichheit im Handwerk“ ausgezeichnet, die sich für mehr Gleichstellung engagieren und eine Unternehmenskultur pflegen, die eine chancengleiche Teilhabe ermöglicht. Damit will das Siegel zur öffentlichen Anerkennung und Wertschätzung kleiner Betriebe beitragen, die meist ohne eigene Personalabteilung und zusätzliche finanzielle Ressourcen einen wichtigen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Gleichstellung von Frauen leisten.

Sieben Handwerksbetriebe unterschiedlicher Gewerke wurden 2017 mit dem Gütesiegel ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

 

 

 

Aktuelles

Ausbildungsqualität spielt eine große Rolle

 

Der Betrieb Herbert Straube & Sohn Malermeister GmbH bildet derzeit drei Azubis im Maler- und Lackiererhandwerk aus. Das Besondere daran: alle drei sind Frauen. Die Initiative „Frauen stärken das Handwerk“ fragt im Interview nach: wie ist es als Frau in einem männerdominierten Beruf zu arbeiten und welche Tipps haben die drei für Betriebe, die Frauen einstellen möchten.

Der Betrieb wird im Rahmen des Projektes zum Thema Gleichstellung beraten und hat den Anwärterstatus des Gütesiegels „Chancengleichheit im Handwerk“ inne.

Der Artikel ist in der Zeitschrift der Maler- und Lackiererinnung Berlin erschienen.

Hier geht es zum Interview zum Nachlesen.

E. Gökce, M. Stöber und M. Teich (v.l.)

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelles

Energieheld interviewt die Initiative „Frauen stärken das Handwerk“

 

Im Interview wird deutlich: nur durch den Wandel hin zu einer modernen und offenen Unternehmenskultur kann die Tradition des Handwerks dauerhaft gewahrt werden. Gelebte Chancengleichheit birgt das Potenzial zur Fachkräftesicherung und trägt zu einem positiven Betriebsimage bei. Für Frauen bietet das Handwerk ausgezeichnete Perspektiven. Was Betriebe konkret tun können, um Frauen für das Handwerk zu gewinnen und langfristig zu binden, darüber sprachen wir im Interview.

Netzwerken

Reden ist Gold!
Erfolgsfaktor Kommunikation – Weibliche Karrierewege im Handwerk

 

Eindrücke vom 3. Netzwerktreffen für Frauen aus dem Berliner Handwerk

 

„Die Berliner Wirtschaft wird immer weiblicher und wir tragen einen Beitrag dazu“, so Carola Zarth, Mitglied des Vorstands der Handwerkskammer Berlin in Ihrer Begrüßungsansprache an die Teilnehmenden des 3. Netzwerktreffens für Frauen aus dem Berliner Handwerk. Ihre Aussage verband sie mit einem Bekenntnis zum Aktionsprogramm Handwerk.

Schwerpunkt des abwechslungsreichen Programms, durch das Britta Weck moderierend führte, bildetet der lebendig und interaktiv gestaltete Beitrag der Trainerin und Coach Deborah Ruggieri „Spiele mit der Macht?! Mehr Durchsetzungskraft im Beruf“, in dem sie insbesondere auf Mythen im Kommunikationsgeschlechterdschungel und auf den bewussten Einsatz von sowohl non- als auch verbaler Sprache sowie Körpersprache einging. Besondere Beachtung schenkte sie dem Thema Statusverhalten in der Kommunikation. Ihren Beitrag rundete sie mit einigen Tipps und Tricks für Frauen im Berufsleben ab.

Im anschließenden Podiumsgespräch mit drei erfolgreichen Berliner Handwerkerinnen, Andrea Mayr (maske berlin), Katharina Pech (Brillenkammer), Stefanie Holtz (Oranda Fair Trade Goldschmiede), spielten die unterschiedlichen Wege der drei Handwerkerinnen in ihren jeweiligen Beruf eine wichtige Rolle wie auch die Frage nach den Erfolgsfaktoren im Handwerk, die Andrea Mayr folgendermaßen auf den Punkt brachte: „Man muss eine gute Handwerkerin sein. Wenn man nicht abliefert, kommen die Kunden nicht mehr. Wir müssen den Raum ausfüllen mit dem, was wir können.“ Gefragt nach ihren persönlichen Botschaften für junge Frauen empfahlen die drei Podiumsteilnehmerinnen Folgendes:

  • Die eigene Berufswahl danach auszurichten, wofür das eigene Herz schlägt.
  • Herauszufinden, worin das individuelle Interesse liegt, dem zu folgen und interessiert zu bleiben.
  • Sich immer wieder ermutigen, weiter zu lernen, um einerseits das eigene Handwerk mit all seinen Kniffen Schritt für Schritt zu erlernen und sich andererseits im Umgang mit Innovationen und neuen Technologien zu schulen.

In ihren Schlussworten sprach Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe vor allem über die Notwendigkeit, weitere Anstrengungen zu unternehmen, um den Anteil der Frauen bei der Fachkräftesicherung und bei Neugründungen weiter zu erhöhen. Um mehr Frauen für das Handwerk zu begeistern, bedürfe es einer verstärkten Sichtbarkeit von Frauen: „Wir brauchen mehr Vorbilder für die jungen Frauen.“